Die Knitido Zehensocken-FAQ

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01. Was sind eigentlich Zehensocken?

Zehensocken sind Socken, die für jeden einzelnen Zeh eine eigene Nische bereithalten. Manche nennen sie auch "Fingersocken". Das finden wir lustig. Das ist wie Zehenhandschuh.

02. Sind Zehensocken traditionelle japanische Socken?

In Japan gibt es etwa seit dem 16. Jahrhundert die so genannten Tabi-Socken, bei denen nur der große Zeh einzeln getrennt untergebracht ist. Sie gehören noch heute zum traditionellen Festtagsgewand und werden in traditionellen Holzsandalen, den sogenannten Geta, getragen. Bei japanischen Zimmermännern gehören sie zur Berufsbekleidung, da diese traditionell schwarze Tabi-Schuhe tragen. Inzwischen sind sie auch im Kampfsport weit verbreitet.

In Deutschland werden sie auch "Zwei-Zehensocken" oder "Faultier-Socken" genannt und gerne in Flip-Flops getragen. 

03. Wurden die Fünf-Zehensocken in Japan erfunden?

Zehensocken sind in Japan zwar weit verbreitet, aber keine "traditionellen japanischen Socken". Sie wurden in den 1970er Jahren erstmals in Spanien maschinell hergestellt, Strickanleitungen für Fünf-Zehensocken lassen sich jedoch schon in den 1950er Jahren finden. In Japan waren sie zu diesem Zeitpunkt noch unbekannt.

Takahiro Idobata gründete 1981 die erste japanische Firma, die ausschließlich Zehensocken herstellte und etablierte sie als normales Kleidungsstück in den japanischen Kleiderschränken. Heute sind 8% der in Japan verkauften Socken Zehensocken - zum Vergleich: In Deutschland sind es weniger als 1%. 

04. Wie stellt man Zehensocken denn her?

Jede unserer Socken wird auf von Knitido mitentwickelten Strickmaschinen maschinell vorgefertigt und manuell endgefertigt. Das ist mit viel Geduld, Handarbeit und Erfahrung verbunden, aber nur so können wir unseren hohen Qualitätsstandard gewährleisten.

05. Bekomme ich in Zehensocken kalte Füße?

In Zehensocken bekommt man normalerweise keine kalten Füße. Glücklicherweise ist genau das Gegenteil der Fall.

Meist werden die Zehen in "Sacksocken" und zu engem Schuhwerk zusammengepresst. Ihre individuelle Bewegungsfreiheit ist eingeschränkt, ihre Sensorik begrenzt. Die Muskulatur der Zehen ist dadurch im Vergleich zu "freien Zehen" wenig ausgeprägt, die Durchblutung eingeschränkt.

Zehensocken geben den einzelnen Zehen wieder Platz und verbessern ihren Tastsinn. Davon angeregt, bewegen sich Ihre Zehen mehr, werden sensorisch angesprochen und nehmen wieder am Laufprozess teil. Zusätzlich halten sie die Zehenzwischenräume trocken, daher kühlen die Füße nicht so schnell aus.

06. Weshalb bekommt man in Zehensocken keine kalten Füße - in Fingerhandschuhen werden meine Finger doch auch kälter als in Fäustlingen?

Zehensocken aktivieren die einzelnen Zehen und integrieren sie wieder in den Laufprozess. Dadurch verbessert sich die Durchblutung der Füße und Beine. Als Folge verbessert sich ebenfalls ihr Wärmehaushalt.

Wenn Sie unter chronisch kalten Füßen leiden und auf Nummer sicher gehen wollen, dass dieser Zustand der Vergangenheit angehört, dann empfehlen wir Ihnen die Kombination aus Zehensocken mit "normalen Socken". Sie werden erstaunt sein, wie warm und trocken Ihre Zehen bleiben. Probieren Sie es aus!

07. Apropos Wärme - helfen Zehensocken gegen Schweißfüße?

Ja, Zehensocken helfen gegen Schweißfüße. Machen Sie einen Test: Reiben Sie einmal Ihren Daumen und Ihren Zeigefinger aneinander. Im Idealfall sind beide gerade trocken, denn sie werden die ganze Zeit über belüftet. Nun machen Sie das gleiche einmal mit Ihrem großen Zeh und dem Zeigezeh.

Merken Sie einen Unterschied? In "normalen Sacksocken", die den ganzen Fuß umschließen, sammelt sich Feuchtigkeit zwischen den Zehen. Die Socke drückt vorn am Abschluss die Zehen leicht zusammen und verengt die Zehenzwischenräume. Der Schweiß kann nicht verdunsten, sondern verbleibt an Ort und Stelle auf der Haut. In der behaglichen Wärme dieses Zwischenraumes gedeihen Bakterien und Pilze. Zudem sammeln sich dort Schmutz und Ausscheidungsprodukte der Bakterien an. Kein besonders schöner Gedanke, da haben Sie Recht. Das Ergebnis hat viele Namen: Schweißfüße, Käsefüße, Stinkemauken - fallen Ihnen noch weitere ein? Dann schicken Sie uns eine E-mail!

08. OK - und WIE helfen Zehensocken bei Schweißfüßen?

Zehensocken können bei Schweißfüßen helfen, indem sie die Feuchtigkeit zunächst im Gewebe aufnehmen und sie damit von der Haut wegleiten. Da sie zwischen den Zehen nun ein poröses Gewebe haben, kann Luft nachströmen und die Feuchtigkeit "abdampfen". Der Fuß ist trockener und aus dem Fußpilztreibhaus wird ab dem ersten Benutzen ein Garten Eden für Ihre Zehen.

Insbesondere Menschen mit geschwächtem Immunsystem (z.B. bei Diabetis Mellitus), die Probleme mit der Haut an ihren Füßen haben, sollten frühzeitig auf Zehensocken umstellen, um gesundheitliche Komplikationen zu vermeiden. Sprechen Sie mit Ihrem Podologen oder Fußpfleger.

09. Gut, aber mein Immunsystem ist ganz OK - und meine Füße riechen trotzdem merkwürdig. Woran kann das liegen?

Zunächst einmal - jeder Mensch ist anders und Gerüche sind bis zu einem bestimmten Ausmaß völlig normal.

Allerdings kann es auch sein, dass Sie unpassendes Schuhwerk tragen. Luftdicht abgeschlossene Arbeitsschuhe beispielsweise behindern das Abfließen der warmen Luft und stauen Feuchtigkeit und Wärme. Wussten Sie, dass viele Träger von Arbeitsschuhen heutzutage Fußgeruch haben? Mit Zehensocken ist das so gut kompensierbar, dass Sie ein Paar Zehensocken sogar über mehrere Tage tragen könnten... wenn Sie wollten.

Nebenbei bemerkt: Zehensocken sind in den 70er Jahren für Fabrikarbeiter mit Arbeitsschuhen entwickelt worden, die genau jene Probleme hatten.

10. Brauche ich mit dem ganzen Stoff zwischen den Zehen nicht mehr Platz im Schuh?

Beim regelmäßigen Tragen von Zehensocken nehmen die Zehen wieder ihre ursprüngliche, leicht geöffnete Stellung ein. Das ist gut so. Wenn Sie bisher zu enges Schuhwerk getragen und Ihre Zehen zusammengepresst haben, ist es möglich, dass Sie nach einigen Monaten auf ganz natürliche Weise die nächste Schuhgröße oder etwas breitere Schuhe wählen. Seien Sie beruhigt - Sie tun das Richtige, aber das wissen Sie in dem Moment vermutlich bereits selbst.

Zu enges Schuhwerk führt über Jahre bei vielen Menschen zu Deformationen wie übereinander liegenden Zehen, verkümmerten Zehen, Hammerzehen oder Hallux Valgus. Zehensocken helfen Ihnen, dass es gar nicht erst soweit kommt. Sie kräftigen Ihren Fuß und Ihre Zehen - ganz nebenbei.

11. Haben Sie Zehensocken aus Seide oder einem anderen dünnen Stoff?

Seide ist ein wahres Wundermaterial der Natur. Im Sommer kühlen sie den Fuß - im Winter halten sie ihn warm. Daher haben wir mit Knitido Silkroad inzwischen eine ganze Kollektion von Zehensocken aus Seide.

Wenn Ihnen Seide zu empfindlich ist, empfehlen wir Zehensocken aus dünner Supima-Baumwolle, aus weicher Bambusviskose oder einer Leinen-Baumwoll-Mischung.

Sie mögen es lieber sportlich? Dann sind unsere Serien Track & Trail und Marathon aus dünnen, leichten Sportmaterialien für Sie das Richtige.

12. Und haben Sie auch Zehenstrumpfhosen?

Nein, da müssen wir passen - wir haben keine Zehenstrumpfhosen. Hier stoßen wir momentan sowohl an die Grenze des für uns technisch Machbaren als auch an die des guten Geschmacks. 

13. Haben Sie Zehensocken aus 100% Baumwolle?

Diese Frage hören wir häufig - und die Antwort ist ein klares Nein. Warum gibt es bei Knitido keine Zehensocken mit 100 % Baumwolle?

Der Grund dafür ist, dass die Socke an sich und die Zehennischen ein gewisses Maß an Dehnbarkeit und Formbeständigkeit benötigen. Denn jeder Mensch hat unterschiedlich große Füße und Zehen.

Deshalb stricken wir zusammen mit den Baumwollfäden einen dünnen Elastan-Faden (in der Materialzusammensetzung auch "Polyurethan") mit ein. Der sorgt dafür, dass sich die Socken nach dem Dehnen wieder in die richtige Form zurückzieht. 

Um den Formerhalt und die Langlebigkeit der Socke zu gewährleisten, benötigen wir einen gewissen Anteil Nylon (auch "Polyamid").

Aber: wir sind wie Sie der Meinung, dass in Zehensocken für jeden Tag vor allem Baumwolle oder Naturfasern oder Wolle gehören. Darüber hinaus verwenden wir nur dann synthetische Materialien, wenn diese eine Funktion erfüllen müssen, z.B. beim Sport.

14. Gibt es bei Knitido es Zehensocken bei Hallux Valgus?

Ja, mit unseren Dr. Foot Zehensocken gegen Hallux Valgus, können Sie diesem Problem auf dreierlei Art zu Leibe Rücken: Zum einen, in dem Sie die Stellung Ihrer Zehen weiten. Das tun Knitido-Zehensocken ohnehin, indem Sie zwei Stoffbahnen wie kleinen Keile zwischen Ihre Zehen legen.

Zum anderen, indem sie den Mittelfuß durch eine leichte Kompression zusammendrücken. Das vom Hallux betroffene Gelenk wird nach außen, in seine ursprüngliche Stellung gelenkt und entlastet. Und drittens - indem sie Ihre Zehen wieder mehr bewegen, kräftigen Sie die Muskulatur des Fußes. Dies alles führt bei vielen Betroffenen bereits zu einer Linderung des Schmerzes - ein Heilversprechen geben wir Ihnen allerdings nicht, dazu ist gibt es zu viele Ursachen für diese Krankheit.

Unabhängig davon empfehlen wir Ihnen aber, Ihrem Fuß mehr gutes tun: lassen Sie sich von einem Podologen beraten, besuchen Sie ein Lauftraining und lernen Sie Ihre Füße neu kennen. Sie werden staunen, wie sehr sich Ihre Lebensqualität verbessert.

15. Sind Zehensocken ganauso haltbar wir normale Socken?

Bei der Wahl der richtigen Sockengröße haben Zehensocken eine sehr gute Haltbarkeit.

Die Verwendung hochwertiger Materialien und über 30 Jahre Erfahrung im Herstellen von Zehensocken bilden dafür die Grundlage.

Allerdings haben die individuellen Fußeigenschaften und die Pflege einen großen Einfluss auf die Haltbarkeit. Hartes Schuhwerk, raue Fersen, lange Zehennägel, übermäßiges Tragen oder punktuelle Belastung beim Laufen sorgen zum Beispiel für ein frühzeitiges Auftreten von Löchern. Für ein langes Leben unserer Zehensocken achten Sie bitte auf unsere Pflegehinweise.

16. Was muss ich beim Waschen meiner Zehensocken beachten?

Beim Waschen Ihrer Zehensocken sollten Sie beachten, dass Sie die Socken beim Ausziehen zuerst von der Ferse ziehen und dann die einzelnen Zehen "abzupfen". So verdrehen sich die Zehennischen nicht ineinander und werden beim Waschen richtig sauber. 

Waschen können Sie die Zehensocken ganz normal in der Waschmaschine, bitte beachten Sie die Waschanweisungen. Nach dem Waschen können Sie Ihre Socken zum Trocknen einfach über die Leine hängen.

Da Waschmaschinen nicht nur Socken, sondern auch Zehensocken "fressen", empfiehlt sich ein Wäschesäckchen.

17. Ich trage nur handgekettelte Socken, weil ich Nähte an den Zehen nicht haben kann. Sind Knitido Zehensocken handgekettelt?

Handgekettelt war gestern. Normale Socken werden gewöhnlich in einer kreisrunden Strickmaschine wie ein Schlauch gefertigt. Man fängt oben am Bund an und strickt bis zum Sockenschluß hinunter. Anschließend werden die Socken aus der Maschine ausgeworfen und vorn entweder zusammengenäht (dicke Naht) oder eben in Handarbeit zusammengekettelt - was besser ist, da die Nähte flacher ausfallen und dann weniger stören.

Wir von Knitido haben uns gedacht: "Andersrum wird eine Socke draus!" - und fangen beim Stricken mit den einzelnen Zehentaschen an und stricken bis zum Bund. Dadurch können wir komplett auf Nähte und handketteln verzichten. 

Ihre Zehen werden es Ihnen danken - reizfreier Zappelspaß, den ganzen Tag über.